So funktioniert der Rabattrechner – alle 4 Funktionen erklärt
Unser Rabattrechner ist kein simpler Einfeld-Rechner. Er vereint vier Berechnungsarten in einem Tool, übersichtlich in Tabs aufgeteilt. Du wählst oben einfach die gewünschte Funktion, trägst die zwei bekannten Werte ein und erhältst sofort das Ergebnis inklusive Ersparnis, Endpreis und Rechenweg. Alle Eingaben sind im deutschen Zahlenformat (Komma als Dezimaltrennzeichen, Punkt als Tausendertrenner, z. B. 1.299,00).
Funktion 1 – Rabattbetrag: Wie viel spare ich in Euro?
Das ist die häufigste Frage beim Einkaufen: Du kennst den Originalpreis und den Rabatt in Prozent und willst wissen, wie viel Euro du sparst. Trage den Originalpreis und den Rabattsatz ein – der Rechner zeigt dir die Ersparnis und gleich darunter den Endpreis. So erkennst du auf einen Blick, ob sich ein Angebot wirklich lohnt.
Formel: Originalpreis × Rabatt ÷ 100 = Rabattbetrag
Beispiele aus dem Alltag:
Funktion 2 – Endpreis: Welchen Preis zahle ich nach dem Rabatt?
Manchmal interessiert dich nicht die Ersparnis, sondern direkt der Preis mit Rabatt. Diese Funktion berechnet, was nach dem Abzug tatsächlich an der Kasse übrig bleibt. Du gibst Originalpreis und Rabatt ein, der Rechner liefert den Endpreis und zeigt dir zusätzlich, wie viel du gespart hast.
Formel: Originalpreis × (1 − Rabatt ÷ 100) = Endpreis
Beispiele aus dem Alltag:
Tipp: 10 % rechnest du im Kopf, indem du das Komma um eine Stelle nach links verschiebst: 10 % von 240 € sind 24 €. Für 20 % nimmst du diesen Wert einfach mal zwei (48 €), für 5 % die Hälfte (12 €).
Funktion 3 – Rabatt in Prozent berechnen: Wie hoch ist der Nachlass wirklich?
Im Schaufenster steht „statt 80 € nur 60 €“ – aber wie viel Prozent Rabatt sind das eigentlich? Genau dafür ist diese Funktion gemacht. Du gibst den Originalpreis und den reduzierten Endpreis ein und der Rechner berechnet den Rabatt in Prozent. So entlarvst du auch übertriebene „Mega-Sale“-Versprechen.
Formel: ((Originalpreis − Endpreis) ÷ Originalpreis) × 100 = Rabatt in %
Beispiele aus dem Alltag:
Funktion 4 – Preis vor Rabatt berechnen: Was kostete der Artikel ursprünglich?
Ein Angebot zeigt nur den reduzierten Preis und den Prozentsatz – du willst den ursprünglichen Preis kennen? Mit dieser Rückwärts-Funktion ermittelst du den Originalpreis und kannst prüfen, ob der durchgestrichene „Vorher-Preis“ überhaupt stimmt. Du gibst den Endpreis und den Rabatt ein, der Rechner liefert den Listenpreis vor der Reduzierung.
Formel: Endpreis ÷ (1 − Rabatt ÷ 100) = Originalpreis
Beispiele aus dem Alltag:
Rabatt berechnen – Formel und Grundlagen einfach erklärt
Ein Rabatt ist nichts anderes als ein Preisnachlass auf den regulären Verkaufspreis. Er wird meist in Prozent angegeben („20 % Rabatt“), manchmal aber auch als fester Betrag in Euro („20 € Rabatt“). Hinter jeder Berechnung steckt die klassische Prozentrechnung – wer sie versteht, kann jeden Rabatt selbst nachrechnen.
In der Rabattrechnung gibt es drei zentrale Größen, die immer zusammenhängen:
Die grundlegende Rabatt-Formel lautet daher:
Rabattbetrag = Originalpreis × Rabatt ÷ 100 Endpreis = Originalpreis − Rabattbetrag
Sobald du diese beiden Gleichungen kennst, lassen sich alle anderen Werte durch Umstellen berechnen – genau das übernimmt unser Rechner automatisch für dich.
Rabatt mit dem Dreisatz berechnen
Wer keine Formel auswendig lernen möchte, kann jeden Rabatt auch mit dem Dreisatz berechnen. Die Idee dahinter: Der Originalpreis entspricht 100 %, und du rechnest dich Schritt für Schritt zum gewünschten Prozentsatz vor. Das macht den Rechenweg besonders anschaulich.
Beispiel: Ein Sessel kostet 600 €, das Möbelhaus gewährt 15 % Rabatt.
- 600 € entsprechen 100 %. Teile durch 100, um 1 % zu erhalten: 600 ÷ 100 = 6 € (= 1 %)
- Multipliziere mit 15, um 15 % zu bekommen: 6 × 15 = 90 € (= Rabattbetrag)
- Ziehe den Rabatt vom Originalpreis ab: 600 − 90 = 510 € Endpreis
Das Ergebnis ist identisch mit dem der Prozentformel. Der Dreisatz ist vor allem dann praktisch, wenn du den Rechenweg im Kopf oder auf Papier nachvollziehen willst.
10, 15, 20 und 30 % Rabatt – die häufigsten Werte auf einen Blick
Bestimmte Rabattsätze begegnen dir beim Einkaufen immer wieder. Die folgende Tabelle zeigt dir Ersparnis und Endpreis für einen Beispiel-Originalpreis von 100 € – so hast du die gängigsten Werte sofort im Kopf.
| Rabatt | Ersparnis (auf 100 €) | Endpreis (auf 100 €) | Faktor (zum Multiplizieren) |
| 5 % | 5,00 € | 95,00 € | × 0,95 |
| 10 % | 10,00 € | 90,00 € | × 0,90 |
| 15 % | 15,00 € | 85,00 € | × 0,85 |
| 20 % | 20,00 € | 80,00 € | × 0,80 |
| 25 % | 25,00 € | 75,00 € | × 0,75 |
| 30 % | 30,00 € | 70,00 € | × 0,70 |
| 50 % | 50,00 € | 50,00 € | × 0,50 |
Die Faktor-Spalte ist ein echter Zeitsparer: Statt umständlich zu rechnen, multiplizierst du den Originalpreis einfach mit dem Faktor. Beispiel: 30 % Rabatt auf 250 € → 250 × 0,70 = 175 €. Diesen Trick nutzt auch unser Rechner im Hintergrund.
Rabatt und Skonto berechnen – wo liegt der Unterschied?
Im Geschäftsalltag tauchen Rabatt und Skonto oft gemeinsam auf, sind aber nicht dasselbe. Ein Rabatt ist ein Preisnachlass beim Kauf – unabhängig davon, wann du zahlst (z. B. Mengenrabatt, Saisonrabatt, Treuerabatt). Ein Skonto dagegen ist ein Nachlass für schnelle Zahlung, typisch im B2B-Geschäft, etwa „2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen“.
Wenn beides zusammenkommt, ist die Reihenfolge entscheidend: Erst wird der Rabatt vom Originalpreis abgezogen, danach der Skonto vom bereits rabattierten Betrag. Der Skonto bezieht sich dabei in der Regel auf den Netto-Rechnungsbetrag.
Beispiel: Rechnung über 1.000 € netto, 20 % Rabatt und 2 % Skonto.
Tipp: Skonto lohnt sich fast immer. 2 % Skonto für 16 Tage früher zahlen entsprechen aufs Jahr hochgerechnet einem Zinssatz von rund 36 %. Selbst wer dafür ins Minus geht, fährt damit meist günstiger als ohne Skonto.
Mehrere Rabatte berechnen – warum 20 % + 10 % nicht 30 % sind
Ein häufiger Denkfehler: Wenn ein Händler „20 % und zusätzlich 10 %“ verspricht, klingt das nach 30 % Gesamtrabatt – ist es aber nicht. Der zweite Rabatt wird auf den bereits reduzierten Preis angewendet, nicht auf den Originalpreis. Rabatte wirken also multiplikativ, nicht additiv.
Beispiel: Endpreis = Originalpreis × (1 − R1 ÷ 100) × (1 − R2 ÷ 100)
Beispiel: 200 € mit 20 % und dann 10 %
Du sparst also 56 € – das entspricht einem echten Gesamtrabatt von 28 %, nicht 30 %. Dasselbe Prinzip gilt für Staffelrabatte und Mengenrabatte, bei denen mehrere Stufen aufeinandertreffen.
Achtung: Je mehr Rabattstufen kombiniert werden, desto größer wird die Differenz zur reinen Addition. Prüfe größere Käufe deshalb immer mit dem Rechner statt im Kopf zu addieren.
Rabatt in Excel berechnen
Wer mit Preislisten arbeitet, möchte den Rabatt oft direkt in Excel berechnen. Das geht mit wenigen Formeln – wichtig ist nur, sauber zwischen Prozentzahl und berechnetem Betrag zu trennen. Angenommen, der Originalpreis steht in Zelle A2 und der Rabatt in Prozent in B2.
| Was du berechnen willst | Excel-Formel | Hinweis |
| Rabattbetrag (Ersparnis) | =A2*B2 | wenn B2 als Prozent formatiert ist (z. B. 20 %) |
| Endpreis nach Rabatt | =A2*(1-B2) | liefert direkt den reduzierten Preis |
| Rabatt in Prozent | =(A2-C2)/A2 | A2 = Original, C2 = Endpreis; als Prozent formatieren |
| Originalpreis zurückrechnen | =C2/(1-B2) | C2 = Endpreis, B2 = Rabatt in % |
Achtung: Ein klassischer Fehler ist die Eingabe von 20 statt 20 %. Excel rechnet dann mit dem Wert 20 statt mit 0,20 – das Ergebnis ist hundertfach zu hoch. Formatiere die Prozent-Zelle entweder als Prozent oder teile in der Formel zusätzlich durch 100 (=A2*B2/100).
Mit festen Bezügen wie =A2*(1-$B$1) kannst du einen zentralen Rabattsatz auf eine ganze Preisliste anwenden und die Formel einfach nach unten kopieren.
Echte Schnäppchen erkennen – Fake-Rabatte und deine Rechte
Nicht jeder beworbene Rabatt ist ein echtes Schnäppchen. Bei sogenannten Mond- oder Fantasiepreisen wird der durchgestrichene „Originalpreis“ kurz vor der Aktion künstlich erhöht, damit der Nachlass größer wirkt, als er ist. Genau hier hilft die Rückwärts-Funktion unseres Rechners: Du prüfst, ob der angegebene Originalpreis realistisch ist.
Seit der Reform der Preisangabenverordnung (PAngV, § 11) müssen Händler bei der Werbung mit Preisermäßigungen den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage angeben. So lässt sich leichter erkennen, ob ein Sale echt ist. Zusätzlich kannst du die Preishistorie über Portale wie idealo, Geizhals oder Keepa nachvollziehen.
Tipp: Besonders am Black Friday oder bei „nur heute“-Aktionen lohnt der kurze Blick in die Preis-Historie. Oft entpuppt sich ein „minus 50 %“-Angebot als ganz normaler Marktpreis.
Alle Rabatt-Formeln auf einen Blick
Die folgende Tabelle fasst alle wichtigen Formeln zusammen – ideal zum schnellen Nachschlagen.
| Gesuchte Größe | Formel | Beispiel |
| Rabattbetrag (Ersparnis) | Originalpreis × Rabatt ÷ 100 | 200 × 25 ÷ 100 = 50 € |
| Endpreis | Originalpreis × (1 − Rabatt ÷ 100) | 200 × 0,70 = 140 € |
| Rabatt in Prozent | ((Originalpreis − Endpreis) ÷ Originalpreis) × 100 | ((80 − 60) ÷ 80) × 100 = 25 % |
| Originalpreis (vor Rabatt) | Endpreis ÷ (1 − Rabatt ÷ 100) | 150 ÷ 0,75 = 200 € |
| Mehrere Rabatte | Originalpreis × (1 − R1 ÷ 100) × (1 − R2 ÷ 100) | 200 × 0,80 × 0,90 = 144 € |
| Rabatt + Skonto | (Originalpreis × (1 − Rabatt)) × (1 − Skonto) | 1.000 × 0,80 × 0,98 = 784 € |
Alle Berechnungen unseres Rabattrechners basieren auf genau diesen Formeln der klassischen Prozentrechnung.
